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Lutherstadt Wittenberg, Sachsen-Anhalt

© Gudrun Wrede



Lutherstadt Wittenberg ist eine kleine Stadt an der Elbe im nördlichen Teil Sachsen-Anhalts, die von Berlin aus in gut einer Stunde bequem mit dem Zug zu erreichen ist.

Berühmtheit erlangte die Stadt im 16. Jahrhundert als Ursprung und Zentrum der Reformation. Hier verfasste Martin Luther 1517 seine 95 Thesen, in denen er sich insbesondere gegen die Ablasspraktiken der katholischen Kirche wandte. Durch den um 1450 entwickelten Buchdruck verbreitete sich der Inhalt seiner Predigten und Vorlesungen an der noch jungen Universität Leucorea, die sich im 16. Jahrhundert als Zentrum der Reformation und des Humanismus zu einer angesehenen Bildungseinrichtung in Europa entwickelte.

Als Folge der schnell wachsenden Bedeutung der Universität, an der neben den Reformatoren Martin Luther und Philipp Melanchthon weitere bedeutende Wissenschaftler verschiedenster Fachbereiche lehrten, und der stetig steigenden Zahl der Studenten siedelten sich zahlreiche Druckereien in Wittenberg an. So entwickelte sich die Stadt bereits Anfang des 16. Jahrhunderts zu einem wichtigen Druck- und Verlagszentrum mit Niederlassungen auch in anderen europäischen Städten.

Im Jahre 1534 wurde in der Druckerei von Hans Lufft die erste Ausgabe der Lutherbibel gedruckt, die Luther aus dem Hebräischen und Griechischen ins Deutsche übersetzt hatte. Um die Bibel einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen, hatte er sich einer verständlichen Sprache bedient. Wortwahl und Satzstellung kommen in der Lutherübersetzung dem gesprochenen Deutsch sehr nahe.

Neben Martin Luther und Philipp Melanchthon gehörte vor allem auch der Maler Lucas Cranach d. Ältere mit seiner Familie zu den prominenten Vertretern der Stadt. Kurfürst Friedrich III von Sachsen hatte Cranach 1505 als Hofmaler nach Wittenberg geholt und ihn zusammen mit Albrecht Dürer u. a. mit der Ausgestaltung des Schlosses und der Schlosskirche beauftragt. Er gelangte schnell zu Reichtum und Ansehen. In der Zeit von 1519 bis 1549 wurde er dreimal zum Bürgermeister gewählt. Sein Haus in der Schloßstraße gehörte zu den größten Privathäusern in der Stadt. Daneben besaß er eine Apotheke, einen Buchladen und betätigte sich als Drucker und Verleger. HeIn Wittenberg sind nur noch zwei bedeutende Werke von ihm zu sehen: das Abendmahlsbild in der Stadtkirche St. Marien und die "Zehn-Gebote-Tafel" im Lutherhaus.

Im Schmalkaldischen Krieg 1546/1547, in denen die kaiserlichen Truppen Karls V. gegen die im Schmalkaldischen Bund vertretenen protestantischen Fürsten und Reichsstädte kämpften, blieb Wittenberg von Zerstörungen durch die Gegner der Reformation weitgehend verschont, da die Kurfürstin den herannahenden kaiserlichen Truppen die Tore öffnen ließ.

Schwere Zerstörungen erfuhr die Stadt 1760, als sie im Siebenjährigen Krieg von preußischen Truppen besetzt und einem heftigen Beschuss durch die Reichsarmee ausgesetzt war. Damals wurde fast der gesamte Westteil der Stadt mit Schloßkirche, dem Franziskanerkloster sowie zahlreichen Bürgerhäusern zerstört. Auch die Tür der Schlosskirche, an die Luther 1517 der Überlieferung nach seine 95 Thesen angeschlagen haben soll, verbrannte bei diesem Angriff. Die heute zu besichtigende Thesentür stammt aus der Zeit des Wiederaufbaus der Schlosskirche in den Jahren 1767 - 1770.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten:

- Lutherhaus
- Melanchthonhaus
- Stadtkirche St. Marien (Predigtkirche von M. Luther)
- Rathaus
- Cranach-Haus und Cranachhof
- Schlosskirche
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Blick auf die Kirche St. Marien,
Collegienstraße


Collegienstraße



Röhrwasserbrunnen in der Nähe des Kirchplatzes





Am Kirchplatz


Am Kirchplatz


Stadtkirche St. Marien
Predigtkirche von M. Luther


Stadtkirche St. Marien


Stadtkirche St. Marien


Cranach-Altar, Stadtkirche St. Marien


Taufbecken, Stadtkirche St. Marien


Raum der Stille, Stadtkirche St. Marien


Stadtkirche St. Marien, Marktplatz


Marktplatz


Rathaus mit Luther-Denkmal am Marktplatz


Luther-Denkmal vor dem Rathaus


Luther-Denkmal


Melanchthon-Denkmal, Marktplatz


Bürgerhaus, Marktplatz


Giebel aus der Zeit der Renaissance, Marktplatz


Giebel aus der Zeit der Renaissance, Marktplatz


am Marktplatz


am Marktplatz


am Marktplatz


Mitte: Cranach-Haus, Marktplatz


Zugang zum Beyer-Hof, Marktplatz


Beyer-Hof


Beyer-Hof


Beyer-Hof


Beyer-Hof


Johann Friedrich, Kurfürst von Sachsen,
Beyer-Hof


Johann Friedrich, Kurfürst von Sachsen,
Beyer-Hof





Cranach-Werkstatt im Cranach-Hof


Eingang zur Cranach-Werkstatt


Skulptur von Lucas Cranach d. Ä., Cranach-Hof


Cranach-Hof


Cranach-Hof


Cranach-Hof




Coswiger Straße


Coswiger Straße


Coswiger Straße


Turm der Schlosskirche, Coswiger Straße


Thesen-Tür der Schlosskirche


Treppenaufgang zum Schloss


Schlossstraße


Marktplatz mit Stadtkirche St. Marien


Marktplatz mit Röhrwasserbrunnen


Rathaus am Marktplatz


Collegienstraße


Collegienstraße


Eingang zum Hof der Universität Leucorea


Melanchthonhaus (Giebelhaus), Collegienstraße


Lutherhaus


Lutherhaus


Lutherhaus


Lutherhaus

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